Genussreise mit Mitgliedern des Slow Food Convivium Augsburg in Graubünden

Im August 2010 haben wir mit großem Erfolg Slowfood-Mitglieder des Conviviums Augsburg auf unserer ersten Genusswanderung in Graubünden geführt. Wie die Bezeichnung Genusswanderung schon andeutet, geht es dabei um die Kombination von einer schönen Mehrtageswanderung mit Gaumenfreuden und dem Kennenlernen regionaler Spezialitäten und Produzenten.

Über dem see liegt Brigels in der Morgensonne

Dabei hatten wir sehr grosses Glück, denn in diesem verregneten August hatten wir wohl die beste Zeit erwischt, in der es sonnig und warm war.
Wir haben mit der tatkräftigen Unterstützung von alpinavera Partnerbetriebe zum Schlafen, Essen und Besichtigen ausgewählt.

alpinavera ist eine Organisation, die sich für die Wertschöpfung in den Berggebieten und für die Vermarktung von Bergprodukten aus der Südostschweiz einsetzt, und bei der wir seit einigen Jahren ebenfalls Partner sind.

Dazwischen haben wir einen Teil des Höhenwegs Senda Sursilvana begangen.

Den ausführlichen Bericht als PDF über die gesamte Genusswanderung kann man hier  nachlesen.

Eine Bildergalerie dazu gibt es auch.

Es soll hier erwähnt werden, dass alle Stationen auch mit dem Auto und mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind, also wer es bequemer mag, muss nicht auf das gute Essen verzichten. Natürlich lernt man eine Landschaft zu Fuss sehr viel besser kennen, das Ankommen ist viel intensiver und auch das Essen schmeckt nach dem Wandern besser – doch das ist Ansichtssache.

Am 1. Tag stand nach der Anfahrt über Bregenz, Chur und Ilanz in Surrein im Schweizer Vorderrheintal als erstes die Besichtigung der Schnapsbrennerei Amarenda mit Degustation auf dem Programm.
Danach ging es weiter zum Nachtessen im Sumvitg, wo uns Sep und Barbara Candinas mit eigenen Produkten bekocht haben.

Nach der Nacht im Stroh bei Lamaventura und dem reichhaltigen Bio-Frühstück folgte am zweiten Tag die Wanderung über Trun nach Brigels. Nach der gut 6-stündigen abwechlungsreichen Wanderung war unser Appeitit entsprechend groß.
Capuns nach Großmutterart auf brigelser Steinpilzen mit PizocheIn Brigels haben wir die zuerst Sennerei besichtigt. Anschliessen gab es das Abendessen im Casa Fausta Capaul, wo wir dann auch übernachtet haben. Die 15 Gault-Millau-Punkte des Casa Fausta konnten von uns bestätigt werden.

Am dritten Tag sind wir nach dem Frühstück eine Stunde gelaufen und hatten dann im Ucliva, einem Bio-Hotel einen kleinen Kochkurs. Nach der Einweihung in die Geheimnisse guter Capuns gab es das Ergebnis als Mittagessen.
Mit nochmals gut drei Stunden Wanderung über dem Rheintal haben wir Siat erreicht, wo unsere nächste Station, der Archehof war. Hier gibt es alte und vom Aussterben bedrohte Haustierrassen zu besichtigen, ausserdem gab es einen Hochlandrindbraten mit selbstangebauten Kartoffeln, auch das seltene Sorten.

Im Archehof haben wir auch übernachtet und am vierten Tag durften wir noch auf der Alp Ruschein beim Käsen zuschauen. Wir sind mit dem Auto bis kurz unter die Alp gefahren und es waren dann nur ein paar Minuten Aufstieg zu Fuß.

Das "offizielle" Programm war damit zu Ende und zu guter Letzt sind dann über die weiten Alphänge bei toller Aussicht und ohne große Anstrengung wieder zurück nach Siat zur Arche gebummelt. Zum Abschluss haben wir am nächsten Tag noch eine Bergtour gemacht, aber das ist ein anderes Kapitel.